Inhalt des Buches und ausgewählte Biografien aus dem Projekt im StadtWiki

Ein Beitrag zur Demokratisierung der Stadtgeschichte – nun stehen die Biografien von Menschen mit Migrationsgeschichte gleichberechtigt sichtbar neben denen anderer bekannter Bürgerinnen und Bürger der Stadt

Das Buch von Stefan Applis und Chris Frenz möchte am Beispiel Fürths einen über die Stadt hinaus reichenden Beitrag zur Verständigung leisten, indem gezeigt wird, wie Migration das urbane Leben in Deutschland produktiv mitgestaltet. Das Konzept der „Arrival City“ des britisch-kanadischen Journalisten Doug Saunders beschreibt Stadtviertel, in denen Zuwanderung besonders sichtbar wird.

Seit 2016 nehmen deutsche Städte wie Oldenburg, Dresden oder Duisburg-Marxloh an Programmen teil, die Integration und Stadtentwicklung verbinden. Statt Migration als Problem zu sehen, betont die Idee die Chancen durch Arbeit, Bildung und die Bildung neuer Netzwerke. Saunders versteht Ankunftsstädte als Orte von Dynamik und Innovation. Untersucht wird dies an Alt- und Innenstadt, wo sich auf andere Städte in Deutschland übertragbare Merkmale einer Ankunftsstadt zeigen.

Grundlage sind 40 Interviews mit Unternehmerinnen und Unternehmern sowie Akteurinnen und Akteuren städtischer und nichtstädtischer gesellschaftlicher Institutionen aus Fürth, die soziale und wirtschaftliche Prozesse begleiten und das Stadtleben prägen. Eindrückliche sozial-dokumentarische Fotografien von Stadt und Menschen stellen das Leben in der Ankunftsstadt vor.

Das Projekt wurde gefördert durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) im Programm „Gesellschaftlicher Zusammenhalt“, die VHS-Fürth und das Kulturreferat der Stadt Fürth.

Text: Stefan Applis (2026)

Link: Arrival City auf FürthWiki (2026)