Zum Abschluss der Ausstellung “Swanetien zwischen Tradition und Moderne” am Freitag, 15. September, ist der Fotograf Stefan Applis in der Galerie “nEUROPA” zu Gast, um in einem Vortrag die Auswirkungen des Massentourismus auf die Region Swanetien und andere Regionen Georgiens zu beleuchten -> Weiterlesen auf Neustadt-Geflüster. Online-Magazin für Dresden-Neustadt

Tourismus in Georgien und seine Auswirkungen auf die Bergregion Swanetien

Swanetien ist bekannt für seine weitgehend unberührte Berglandschaft und die besondere Architektur seiner Bergdörfer. Deshalb zieht es jährlich über 150.000 Menschen aus aller Welt an. Der Tourismus verändert die Region massiv, doch ohne ihn wäre ein Leben hier kaum mehr möglich. Der Autor und Fotograf Stefan Applis begleitet diesen Wandel seit vielen Jahren. In der Galerie nEUROPA sind derzeit ausgewählte Fotografien zu sehen, die die Veränderungen vor Ort dokumentieren, ganz nah dran an den Menschen, die Stefan Applis in den vergangenen Jahren bei mehreren Rechercheaufenthalten kennengelernt hat.

Schützen oder nützen?

Während der Sowjetzeit wurden viele swanische Bergdörfer stark verändert. Ursprünglich mittelalterliche Gebäude wurden durch neuere Bauelemente ergänzt, die zwar die Lebensbedingungen der lokalen Bevölkerung deutlich verbesserten, aber auch zwei Welten aufeinanderprallen ließen. Und so stellt sich – nicht nur im Zusammenhang mit den Anforderungen des Denkmalschutzes – die Frage: Wie geht man mit dem kulturellen Erbe um? Wie können die Interessen aller Beteiligten berücksichtigt werden?

Text: Anton Lautner (2023)